Und weiter gehts mit dem Reisebericht:
Vom 8.1. bis17.1. bin ich mit der Familie Almeida (Eli, Eliana, Belita und Co) also auf der Rinderfarm in Mato Grosso do Sul gewesen. Die Fahr lang aber unheimlich schoen und interessant. Mit immer mehr wachsender Freude konnte ich beobachten, wie Haeuser und Zeichen von Zivilisation immer weniger wurden und die Landschaft sich veraenderte.... im Staat von São Paulo gab es noch Huegel mit Feldern und Baumwuchs, der mehr oder weniger an deutsche Vegetation erinnerte, einziger Unterschied: viel groessere Dimensionen!! Sobald dann der Fluss Parana - breit wie ein riesiger See - ueberquert war, ging es nur noch geradeaus, aber wirklich auch nicht die kleinste Biegung..... Die Tiefebene schien endlos weiterzugehen, die Baeume wurden kleiner und vereinzelter, aber Dank des vielen Regens alles am Gruenen und Bluehen und Wunderschoensein!!! Viele Weiden und Ackerflaechen und ab und an mal ein kleines Farmhaeuschen am Horizont....
Die letzten 70km bis zur Farm waren dann nur noch Sandpiste, die bestens zum Crossroading geeignet waere, aber gluecklicherweise dazu NICHT genutzt wird...Aufgrund zahlreicher Schlagloecher und Riesenpfuetzen, die nicht selten tief waren und eher einem kleinen See glichen, kam man wirklich nur mit Caminhonete durch und wurde ordentlich durchgeschuettelt. Riesenspass!! Und ich war einfach nur ueberwaeltigt von der Schoenheit der Umgebung: Der Farbunterschied zwischen tiefrotem Sand, saftiggruenen Wiesen, strahlend blauem Himmel und weissen Wolken und weissen "Indienkuehen" (Reile, da musste ich doch ganz viel an dich denken) war einfach fantastisch!!
Von der Farm selbst war ich dann auch mehr als begeistert. Das Haus recht rustikal und laendlich eingerichtet, total gemuetlich, nebenan direkt ein See zum Schwimmen und Bootfahren und drumherum die Rinderweiden, wo Rind und Pferde das Leben genossen. Glueckliches Fleisch hier, ganz klar!!! Das schmeckt man auch, ich werd hier noch zum Fleischliebhaber :)...
Nach der langen Autofahrt sind wir dann natuerlich auch erstmal in den ja xixiwarmen See gesprungen, Glueck muss der Mensch im Leben haben und das dann auch empfinden koennen!!!

Wie immer, war natuerlich nicht nur Familie Almeida von der Reisepartie, sondern auch noch ein Freund von ihnen, Floriano, Stadtrat von São Paulo momentan und ehemals im sozialen Bereich der vorherigen Regierung Fernando Henrique (?) taetig, oho, ein hohes Tier, aber total lustig und nett! Er hatte seine beiden Soehne im Alter von 10(Fernando) und 14 (Rodrigo) dabei und seine Nichte (14, Martina) und seinen Neffen (17, Caiu). Leticia und Larissa (Toechter von Belita, also Enkel von Eliana und Eli und auch Suzanna, die allerdings nicht mit war) hatten ihre Cousine und eine Freundin mitgenommen. Zwei Tage spaeter kam der eine Bruder von Eli, der seine Farm in der "Nachbarschaft" hat vorbei mit seinen Toechtern (25 und 32) und Sisi(25) blieb dann gleich bei uns, was total toll war. Ich hab mich total gut mit ihr verstanden, sie ist total lustig!! Vor allem mit Mafe, Belita und Caiu haben wir total viel rumgebloedelt, sodass Lachkraempfe nicht ausblieben....
Vom 8.1. bis17.1. bin ich mit der Familie Almeida (Eli, Eliana, Belita und Co) also auf der Rinderfarm in Mato Grosso do Sul gewesen. Die Fahr lang aber unheimlich schoen und interessant. Mit immer mehr wachsender Freude konnte ich beobachten, wie Haeuser und Zeichen von Zivilisation immer weniger wurden und die Landschaft sich veraenderte.... im Staat von São Paulo gab es noch Huegel mit Feldern und Baumwuchs, der mehr oder weniger an deutsche Vegetation erinnerte, einziger Unterschied: viel groessere Dimensionen!! Sobald dann der Fluss Parana - breit wie ein riesiger See - ueberquert war, ging es nur noch geradeaus, aber wirklich auch nicht die kleinste Biegung..... Die Tiefebene schien endlos weiterzugehen, die Baeume wurden kleiner und vereinzelter, aber Dank des vielen Regens alles am Gruenen und Bluehen und Wunderschoensein!!! Viele Weiden und Ackerflaechen und ab und an mal ein kleines Farmhaeuschen am Horizont....
Die letzten 70km bis zur Farm waren dann nur noch Sandpiste, die bestens zum Crossroading geeignet waere, aber gluecklicherweise dazu NICHT genutzt wird...Aufgrund zahlreicher Schlagloecher und Riesenpfuetzen, die nicht selten tief waren und eher einem kleinen See glichen, kam man wirklich nur mit Caminhonete durch und wurde ordentlich durchgeschuettelt. Riesenspass!! Und ich war einfach nur ueberwaeltigt von der Schoenheit der Umgebung: Der Farbunterschied zwischen tiefrotem Sand, saftiggruenen Wiesen, strahlend blauem Himmel und weissen Wolken und weissen "Indienkuehen" (Reile, da musste ich doch ganz viel an dich denken) war einfach fantastisch!!
Von der Farm selbst war ich dann auch mehr als begeistert. Das Haus recht rustikal und laendlich eingerichtet, total gemuetlich, nebenan direkt ein See zum Schwimmen und Bootfahren und drumherum die Rinderweiden, wo Rind und Pferde das Leben genossen. Glueckliches Fleisch hier, ganz klar!!! Das schmeckt man auch, ich werd hier noch zum Fleischliebhaber :)...
Nach der langen Autofahrt sind wir dann natuerlich auch erstmal in den ja xixiwarmen See gesprungen, Glueck muss der Mensch im Leben haben und das dann auch empfinden koennen!!!

Wie immer, war natuerlich nicht nur Familie Almeida von der Reisepartie, sondern auch noch ein Freund von ihnen, Floriano, Stadtrat von São Paulo momentan und ehemals im sozialen Bereich der vorherigen Regierung Fernando Henrique (?) taetig, oho, ein hohes Tier, aber total lustig und nett! Er hatte seine beiden Soehne im Alter von 10(Fernando) und 14 (Rodrigo) dabei und seine Nichte (14, Martina) und seinen Neffen (17, Caiu). Leticia und Larissa (Toechter von Belita, also Enkel von Eliana und Eli und auch Suzanna, die allerdings nicht mit war) hatten ihre Cousine und eine Freundin mitgenommen. Zwei Tage spaeter kam der eine Bruder von Eli, der seine Farm in der "Nachbarschaft" hat vorbei mit seinen Toechtern (25 und 32) und Sisi(25) blieb dann gleich bei uns, was total toll war. Ich hab mich total gut mit ihr verstanden, sie ist total lustig!! Vor allem mit Mafe, Belita und Caiu haben wir total viel rumgebloedelt, sodass Lachkraempfe nicht ausblieben....
Soweit also zur Gruppenkonstellation.... fahren wir fort mit Aktivitaetenbericht:
Ausser Schwimmen, viel Unterhalten, die Gegend erkunden, sind wir natuerlich so viel wie moeglich geritten, ein Traum in dieser tollen Landschaft!!! Und es hat sogar so gut funktioniert, dass ich einen Morgen frueh aufgestanden bin, um mit den Boiadeiros (Cowboys sozusagen) die Jungbullen zum Wiegen und Kastrieren (die Aermsten) heimzutreiben. Eine grandiose Erfahrung (Wuppi, eine fantastische Vorstellung, dass du so deine naechsten Monate verbringen wirst!!!Ich hab so viel an dich gedacht und gegrinst wie ein Honigkuchenpferd auf meinem Scheckenpferd vor Freude)!!! Wenn die Jungbullen vor meiner Nase dann ploetzlich ihre Kraefte messen mussten, hatte ich anfangs schon etwas Sorge, aber mein Hotti hat sie mir mit seiner Ruhe auch schnell wieder genommen....
Ebenfalls zu Pferd ging es am selben Tag weiter zum naechsten Ereignis, das allerdings eher unerfreulich war, wenn auch jetzt im Nachhinein erlebnisreich und schoen zum Erzaehlen, aehnlich wie die Baerengeschichte aus Kanada. Ich bin mit Stadtrat und Sohn ueber eine wunderschoene Weide geritten und Sonne im Gesicht wie Pferd unterm Hintern genossen, als ploetzlich ein weisser Hengst angeprescht kam, der wirklich ohne Ruecksicht auf Verluste auf des Sohnes Pferd und das meinige losging. Die Boiadeiros hatten uns noch vorher gewarnt, dass es da so einen gibt, der dann auch nicht vor Reiter Halt macht, aber natuerlich hatten wir uns bei den riesen Weideausmassen im Gelaende geirrt und sind diesem eigentlich total huebschen Hengst genau vor die Hufe gelaufen. Wir versuchten ihm auszuweichen, wegzugalloppieren und wegzutreiben, aber zunaechst ohne Erfolg. Er biss um sich und ging richtig auf die anderen Pferde los. Ein paar Mal fiel ich fast aus dem Sattel, als mein Hotti Vollbremsungen hinlegen musste, um Kollision zu vermeiden. Zum Glueck liess es sich aber noch mit einer Hand fuehren und drehte nicht total ab und dank Westernsattel hatte ich noch nen netten Knauf zum Festhalten. Als dann Klein Fernando vom Pferd gestossen wurde von Hengstes wuetendem Kopf, bekam ich es wirklich kurz mit der Angst zu tun, er auf der Erde und die beiden Pferden am Kaempfen direkt daneben. Gluecklicherweise geschah dies aber direkt am Zaun, sodass er sich rueberrollen konnte. Huh!
Die Chance, dass nun das andere arme Pferdchen an der Reihe war, nutze ich zur Flucht und fand dann auch ein anderes Tor, das natuerlich so fest zu war, dass ich erstaml gut herumwerkern konnte, um es aufzubekommen. Zeit fuer unsern Weissen Wilden, um wieder aufzuholen. Als er dann auf uns zugalloppiert kam, gerade als das Tor offen stand, habe ich einfach nur noch losgebruellt und mit den Armen gefuchtelt und er ist doch tatsaechlich abgebogen. Also schnell durchs Tor, Floriano auch noch durch und zu damit. Fernandos Pferd kam dann etwas spaeter von selbst angalloppiert und liess sich leicht einfangen, sodass auch dieses aus der Gefahrenzone genommen war. Oh ja, das war nicht unbedingt spassig, aber doch irgendwie aufregend. Zum Glueck hat keinerhaWunden davongetragen!
Die Farm ist in drei grosse Gebiete aufgeteilt, die wir per Landrover hinten auf der Ladeflaeche alle schoen erkundet haben, da es schon einige Distanzen waren.
An einem Tag sind wir mit der gesamten Mannschaft in einem Auto (!), was hiess zu 13 auf der Ladeflaeche mit Biomuell fuer die Fische (der musste doch einfach mit!), zu einem Fluss gefahren. Ich sag euch, das war einfach ungaublich ungemuetlich, aber so was von megadiemegalustig, ich habe quasi die ganze Fahrt von ca. 1h durchgelacht, wie eigentlich alle. Ordentlich Armmuskeltraining war auch dabei, da ansonsten blaue schmerzende Flecke am Allerwertesten die Folge gewesen waeren... die Schlagloecher mussten schliesslich ausgefedert werden. Das Beste war noch, dass Alan, der Freund von Mafe, ueber dem Biomuell platziert war und natuerlich mitten in ihm landete bei einem besonders grossem Huckel.... die Biomuellsosse floss ueber die gesamte Ladeflaeche, was aber nun auch nicht mehr stoerte und Alan blieb gleich in der Pampe sitzen, bis wir am Fluss ankamen. Dort wurde vergeblich versucht, das Boot in Gang zu bringen, um ein bisschen den Fluss hochzufahren, um sich nachher von der Stroemung mitreissen zu lassen.
Da es mit dem Boot also nicht funktionierte, hab ich versucht, gegen die Stroemung etwas anzuschwimmen und bin sogar auch langsam, aber sicher vorangekommen.... da holte ich mir gleich nen neuen Spitznamen ein: Volkswagen! Welch ein Name, jaja. Nein, es gibt hier ne Werbung fuer Volkswagen und weil sie eh schon immer von meiner "força guermanica" sprachen, da ich immer alles mitmachte, hiess ich also an jetzt Volkswagen, spaeter dann auch noch "das Auto", vom Herrn Stadtrat eingefuehrt. Wir hatten so einen Spass. Meiner uebrigen Spitznamen sind hier uebrigens Jo, Joaninha, Joanita e Alemoa....
Gut, zurueck zum Thema. Am Fluss haben wir uns also bestens amuesiert und haben dann auch nen kleinen Weg durchs Ufergestruepp gefunden, um weiter oben in den Fluss zu springen. Die Kinder wurden auf den Ruecken bzw. an die Schultern genommen und waren vollauf begeistert, wie wir alle!!!
Rueckfahrt wieder mit altem Charme und anschliessend haben wir in der Abenddaemmerung noch Volleyball mit allen gespielt, super!!! Der Sonnenuntergang war phaenomenal, aber da wir so auf unseren Volleyball konzentriert waren, konnte ich ihn nur aus dem Augenwinkel beobachten und leider nicht fuer euch per Foto festhalten....
Als es zu dunkel war, um weiterzuspielen, bin ich mit Caiu und Rodrigo noch im See schwimmen gewesen unter einem unbeschreiblich schoenen Sternenhimmel, der dort auf dem platten Land wirklich wie ein Planetarium ist!!! War wunderbar, nur dass wir hinterher ein bisschen Schelte einholen mussten, da es im Dunklen recht gefaehrlich ist wegen der nachtaktiven Tiere und vor allem Schlangen (wenn man ueber die Weiden reitet, sieht man ab und an mal Ueberbleibsel eines Rinds, das von Wuergeschlange eingeholt wurde); daran hatten wir nun nicht gedacht, aber ist ja nichts passiert....
Nach dem Abendessen wurden dann die Spieltische eroeffnet und ordentlich Truco jespielt. Ich hab immer mit Tiago, dem einen Boiadeiro, gespielt und wir haben so einige Partien nach hause getragen, eheheh :). Mir wurden dann noch verschiedene Zeichen zum Spielen beigebracht und da ich eh schon in bester Lachguterlaune war, fiel dies unheimlich spassig aus, nicht nur fuer mich, sondern fuer alle Beteiligten.
Schliesslich haben wir uns dann noch alle unter den bezaubernden Sternenhimmel gesetzt, Hans-guck-in-den-Himmel gemacht und viele Sternschnuppen gesehen - wunderbar!!
Was noch, ach ja, mit der alten Buechse von Eli wurde dann natuerlich noch Dosenschiessen gemacht. Ich wollte erst nicht, hab mich dann aber doch ueberreden lassen und hab sogar getroffen!!! Da ich mir dachte, dass durch den Rueckstoss das Gewehr wohl hochgehen wuerde, hab ich weiter nach unten gezielt und meine Technik ist doch tatsaechlich aufgegangen, heihei!!! Als ich das den anderen erzaehlte, musste sie so lachen, haben es dann aber auch auf diese Weise versucht und so getroffen.... Sogar beim Schiessen hatten wir also Spass, obwohl das ja eigentlich nicht "mein Strand" ist.
Zweifellos, diese Reise war eine der besten und vor allem spassigsten, die ich bisher in Brasilien gemacht habe! Mit fabelhaften Leuten, toller Natur und schoenen Erlebnissen!!!
Umso trauriger war dann der Abschied, als wir uns wieder auf die Heimreise machen mussten. Wir waren wirklich alle traurig... und die Heimreise war auch noch sehr lang, da die einzige Hauptstrasse aufgrund des Regens geschlossen war, wir uns also ueber verschiedene Nebenstrassen auf Sãu Paulo zubewegten, wo wir erst am Sonntagmorgen um 3Uhr ankamen.
Nichtsdestotrotz (ein merkwuerdiges Wort) wurde der Sonntag dann aber vollstens ausgenutzt. Ich habe mit Rahel telefoniert, worueber ich mich total gefreut habe, wir hatten so lange nicht voneinander gehoert.... habe ganz lange mit meinen Eltern gesprochen und ihnen alles erzaehlt und ganz zu schweigen von Christina, mit der es anschliessend noch einen ausfuehrlichsten Schwesternaustausch gab :), wunderbar!!!
Abends kamen dann Floriano und Familie wieder zum Abendessen (wir hatten doch alle Heimweh nach Fazenda und Fazendacrew), einem ganz schicken, von Ricardos Halbbruder gekocht, der Koch ist. Wieder hatten wir Freude, Spass und Lachen bis zum Kringeln, haben uns an unsere Reise erinnerte und uns amuesiert!
Als ich mich dann nach Mitternacht doch auf den Heimweg machen musste, da ich am naechsten Tag ja um 8Uhr wieder im Amparo meine Arbeit aufnehmen sollte, fiel mir das doch sehr schwer und den anderen auch, wollten mich doch glatt zum "Schwaenzen" ueberreden ;), aber nach den ferien ging das natuerlich nicht.... Sie sind jetzt wirklich wie meine Gastfamilie hier, meinen, ich waere wie eine Adoptivtochter und so fuehl ich mich allen Ernstes auch, sie sind so herzlich, wir verstehen uns unglaublich gut!! Ich bin unbeschreiblich dankbar und gluecklich, gerade sie hier getroffen zu haben. Es scheint, als ob wir uns schon viel laenger kennen, dabei hab ich sie ja erst an meinem Geburtstag (welch Zufall) kennen gelernt....
Jaja, dem Hannerle gehts wunderbar, persoenlich, wie arbeitsmaessig. Aber ueber meine Arbeit schreibe ich dann nochmal.....
Liebe Gruesse an euch alle!
Ausser Schwimmen, viel Unterhalten, die Gegend erkunden, sind wir natuerlich so viel wie moeglich geritten, ein Traum in dieser tollen Landschaft!!! Und es hat sogar so gut funktioniert, dass ich einen Morgen frueh aufgestanden bin, um mit den Boiadeiros (Cowboys sozusagen) die Jungbullen zum Wiegen und Kastrieren (die Aermsten) heimzutreiben. Eine grandiose Erfahrung (Wuppi, eine fantastische Vorstellung, dass du so deine naechsten Monate verbringen wirst!!!Ich hab so viel an dich gedacht und gegrinst wie ein Honigkuchenpferd auf meinem Scheckenpferd vor Freude)!!! Wenn die Jungbullen vor meiner Nase dann ploetzlich ihre Kraefte messen mussten, hatte ich anfangs schon etwas Sorge, aber mein Hotti hat sie mir mit seiner Ruhe auch schnell wieder genommen....
Ebenfalls zu Pferd ging es am selben Tag weiter zum naechsten Ereignis, das allerdings eher unerfreulich war, wenn auch jetzt im Nachhinein erlebnisreich und schoen zum Erzaehlen, aehnlich wie die Baerengeschichte aus Kanada. Ich bin mit Stadtrat und Sohn ueber eine wunderschoene Weide geritten und Sonne im Gesicht wie Pferd unterm Hintern genossen, als ploetzlich ein weisser Hengst angeprescht kam, der wirklich ohne Ruecksicht auf Verluste auf des Sohnes Pferd und das meinige losging. Die Boiadeiros hatten uns noch vorher gewarnt, dass es da so einen gibt, der dann auch nicht vor Reiter Halt macht, aber natuerlich hatten wir uns bei den riesen Weideausmassen im Gelaende geirrt und sind diesem eigentlich total huebschen Hengst genau vor die Hufe gelaufen. Wir versuchten ihm auszuweichen, wegzugalloppieren und wegzutreiben, aber zunaechst ohne Erfolg. Er biss um sich und ging richtig auf die anderen Pferde los. Ein paar Mal fiel ich fast aus dem Sattel, als mein Hotti Vollbremsungen hinlegen musste, um Kollision zu vermeiden. Zum Glueck liess es sich aber noch mit einer Hand fuehren und drehte nicht total ab und dank Westernsattel hatte ich noch nen netten Knauf zum Festhalten. Als dann Klein Fernando vom Pferd gestossen wurde von Hengstes wuetendem Kopf, bekam ich es wirklich kurz mit der Angst zu tun, er auf der Erde und die beiden Pferden am Kaempfen direkt daneben. Gluecklicherweise geschah dies aber direkt am Zaun, sodass er sich rueberrollen konnte. Huh!
Die Chance, dass nun das andere arme Pferdchen an der Reihe war, nutze ich zur Flucht und fand dann auch ein anderes Tor, das natuerlich so fest zu war, dass ich erstaml gut herumwerkern konnte, um es aufzubekommen. Zeit fuer unsern Weissen Wilden, um wieder aufzuholen. Als er dann auf uns zugalloppiert kam, gerade als das Tor offen stand, habe ich einfach nur noch losgebruellt und mit den Armen gefuchtelt und er ist doch tatsaechlich abgebogen. Also schnell durchs Tor, Floriano auch noch durch und zu damit. Fernandos Pferd kam dann etwas spaeter von selbst angalloppiert und liess sich leicht einfangen, sodass auch dieses aus der Gefahrenzone genommen war. Oh ja, das war nicht unbedingt spassig, aber doch irgendwie aufregend. Zum Glueck hat keinerhaWunden davongetragen!
Die Farm ist in drei grosse Gebiete aufgeteilt, die wir per Landrover hinten auf der Ladeflaeche alle schoen erkundet haben, da es schon einige Distanzen waren.
An einem Tag sind wir mit der gesamten Mannschaft in einem Auto (!), was hiess zu 13 auf der Ladeflaeche mit Biomuell fuer die Fische (der musste doch einfach mit!), zu einem Fluss gefahren. Ich sag euch, das war einfach ungaublich ungemuetlich, aber so was von megadiemegalustig, ich habe quasi die ganze Fahrt von ca. 1h durchgelacht, wie eigentlich alle. Ordentlich Armmuskeltraining war auch dabei, da ansonsten blaue schmerzende Flecke am Allerwertesten die Folge gewesen waeren... die Schlagloecher mussten schliesslich ausgefedert werden. Das Beste war noch, dass Alan, der Freund von Mafe, ueber dem Biomuell platziert war und natuerlich mitten in ihm landete bei einem besonders grossem Huckel.... die Biomuellsosse floss ueber die gesamte Ladeflaeche, was aber nun auch nicht mehr stoerte und Alan blieb gleich in der Pampe sitzen, bis wir am Fluss ankamen. Dort wurde vergeblich versucht, das Boot in Gang zu bringen, um ein bisschen den Fluss hochzufahren, um sich nachher von der Stroemung mitreissen zu lassen.
Da es mit dem Boot also nicht funktionierte, hab ich versucht, gegen die Stroemung etwas anzuschwimmen und bin sogar auch langsam, aber sicher vorangekommen.... da holte ich mir gleich nen neuen Spitznamen ein: Volkswagen! Welch ein Name, jaja. Nein, es gibt hier ne Werbung fuer Volkswagen und weil sie eh schon immer von meiner "força guermanica" sprachen, da ich immer alles mitmachte, hiess ich also an jetzt Volkswagen, spaeter dann auch noch "das Auto", vom Herrn Stadtrat eingefuehrt. Wir hatten so einen Spass. Meiner uebrigen Spitznamen sind hier uebrigens Jo, Joaninha, Joanita e Alemoa....
Gut, zurueck zum Thema. Am Fluss haben wir uns also bestens amuesiert und haben dann auch nen kleinen Weg durchs Ufergestruepp gefunden, um weiter oben in den Fluss zu springen. Die Kinder wurden auf den Ruecken bzw. an die Schultern genommen und waren vollauf begeistert, wie wir alle!!!
Rueckfahrt wieder mit altem Charme und anschliessend haben wir in der Abenddaemmerung noch Volleyball mit allen gespielt, super!!! Der Sonnenuntergang war phaenomenal, aber da wir so auf unseren Volleyball konzentriert waren, konnte ich ihn nur aus dem Augenwinkel beobachten und leider nicht fuer euch per Foto festhalten....
Als es zu dunkel war, um weiterzuspielen, bin ich mit Caiu und Rodrigo noch im See schwimmen gewesen unter einem unbeschreiblich schoenen Sternenhimmel, der dort auf dem platten Land wirklich wie ein Planetarium ist!!! War wunderbar, nur dass wir hinterher ein bisschen Schelte einholen mussten, da es im Dunklen recht gefaehrlich ist wegen der nachtaktiven Tiere und vor allem Schlangen (wenn man ueber die Weiden reitet, sieht man ab und an mal Ueberbleibsel eines Rinds, das von Wuergeschlange eingeholt wurde); daran hatten wir nun nicht gedacht, aber ist ja nichts passiert....
Nach dem Abendessen wurden dann die Spieltische eroeffnet und ordentlich Truco jespielt. Ich hab immer mit Tiago, dem einen Boiadeiro, gespielt und wir haben so einige Partien nach hause getragen, eheheh :). Mir wurden dann noch verschiedene Zeichen zum Spielen beigebracht und da ich eh schon in bester Lachguterlaune war, fiel dies unheimlich spassig aus, nicht nur fuer mich, sondern fuer alle Beteiligten.
Schliesslich haben wir uns dann noch alle unter den bezaubernden Sternenhimmel gesetzt, Hans-guck-in-den-Himmel gemacht und viele Sternschnuppen gesehen - wunderbar!!
Was noch, ach ja, mit der alten Buechse von Eli wurde dann natuerlich noch Dosenschiessen gemacht. Ich wollte erst nicht, hab mich dann aber doch ueberreden lassen und hab sogar getroffen!!! Da ich mir dachte, dass durch den Rueckstoss das Gewehr wohl hochgehen wuerde, hab ich weiter nach unten gezielt und meine Technik ist doch tatsaechlich aufgegangen, heihei!!! Als ich das den anderen erzaehlte, musste sie so lachen, haben es dann aber auch auf diese Weise versucht und so getroffen.... Sogar beim Schiessen hatten wir also Spass, obwohl das ja eigentlich nicht "mein Strand" ist.
Zweifellos, diese Reise war eine der besten und vor allem spassigsten, die ich bisher in Brasilien gemacht habe! Mit fabelhaften Leuten, toller Natur und schoenen Erlebnissen!!!
Umso trauriger war dann der Abschied, als wir uns wieder auf die Heimreise machen mussten. Wir waren wirklich alle traurig... und die Heimreise war auch noch sehr lang, da die einzige Hauptstrasse aufgrund des Regens geschlossen war, wir uns also ueber verschiedene Nebenstrassen auf Sãu Paulo zubewegten, wo wir erst am Sonntagmorgen um 3Uhr ankamen.
Nichtsdestotrotz (ein merkwuerdiges Wort) wurde der Sonntag dann aber vollstens ausgenutzt. Ich habe mit Rahel telefoniert, worueber ich mich total gefreut habe, wir hatten so lange nicht voneinander gehoert.... habe ganz lange mit meinen Eltern gesprochen und ihnen alles erzaehlt und ganz zu schweigen von Christina, mit der es anschliessend noch einen ausfuehrlichsten Schwesternaustausch gab :), wunderbar!!!
Abends kamen dann Floriano und Familie wieder zum Abendessen (wir hatten doch alle Heimweh nach Fazenda und Fazendacrew), einem ganz schicken, von Ricardos Halbbruder gekocht, der Koch ist. Wieder hatten wir Freude, Spass und Lachen bis zum Kringeln, haben uns an unsere Reise erinnerte und uns amuesiert!
Als ich mich dann nach Mitternacht doch auf den Heimweg machen musste, da ich am naechsten Tag ja um 8Uhr wieder im Amparo meine Arbeit aufnehmen sollte, fiel mir das doch sehr schwer und den anderen auch, wollten mich doch glatt zum "Schwaenzen" ueberreden ;), aber nach den ferien ging das natuerlich nicht.... Sie sind jetzt wirklich wie meine Gastfamilie hier, meinen, ich waere wie eine Adoptivtochter und so fuehl ich mich allen Ernstes auch, sie sind so herzlich, wir verstehen uns unglaublich gut!! Ich bin unbeschreiblich dankbar und gluecklich, gerade sie hier getroffen zu haben. Es scheint, als ob wir uns schon viel laenger kennen, dabei hab ich sie ja erst an meinem Geburtstag (welch Zufall) kennen gelernt....
Jaja, dem Hannerle gehts wunderbar, persoenlich, wie arbeitsmaessig. Aber ueber meine Arbeit schreibe ich dann nochmal.....
Liebe Gruesse an euch alle!